Wir setzen uns ein für eine offene, tolerante Gesellschaft, in der Menschen und Umwelt gleichermaßen geachtet und respektiert werden. Dieses Selbstverständnis auch nach außen zu kommunizieren ist uns wichtig. Insbesondere mit Ausstellungen, Vorträgen, Lesungen, Musik und Theater sowie unseren Demonstrationsanlagen bieten wir, neben der Mosterei, Raum für kulturelle und politische Diskussion.

 

Um Gleichberechtigung innerhalb des Unternehmens zu erreichen, haben wir uns für eine Genossenschaft als solidarische Wirtschaftsform entschieden. Damit auch leisere Stimmen nicht überhört werden, entscheiden wir im Konsens. Alle Entscheidungen müssen von allen zumindest mitgetragen werden können. So sind wir alle gemeinsam dafür verantwortlich, grundlegende Entscheidungen der Genossenschaft zu treffen.

 

Prinzipiell gilt bei uns gleicher Lohn für Alle. Wir zahlen für jede geleistete Arbeitsstunde einen Lohn von brutto 14,50.-/Stunde (Honorarverträge: 17.-/Stunde) in 2015 unabhängig von der Tätigkeit. Zusätzlich werden je Stunde 3l Saft ausgegeben. Gewinnbeteiligung für die, die mitarbeiten und die Investoren nach dem Prinzip: Arbeit und Kapital gleichwertig behandeln. Preisbildung, Löhne oder auch Gewinne machen wir öffentlich und leicht zugänglich. So kann jede*r nachvollziehen, was wir tun und selbst einschätzen ob es angemessen ist oder nicht.

 

Wir wünschen uns kurze Handelsketten. Direkte Beziehungen zwischen Produzent*innen, Konsument*innen und Verarbeiter*innen sparen Zeit, Wege und Geld. Konkret können Kund*innen der Kollektiv 9Raben eG die Handelsspanne noch verkürzen, indem sie selbst mit Hand anlegen. Bei einigen Arbeiten kann unkompliziert geholfen werden, bei anderen nach genauerer Einweisung.

 


In diesem Jahr zeigen wir beim Keltern die Ausstellung "Auf dem Weg in eine pestizidfreie Gemeinwohlregion" über die Gemeinde Mals in Südtirol, dem größten geschlossenen Apfel-Anbaugebiet in der EU. Sie hat sich in einer Volksabstimmung für die gemeinsame Umstellung auf ökologische Landwirtschaft entschieden.

 

2 Aktionshinweise, über die wir ebenfalls gerne beim Keltern diskutieren können:

  • Kein Bezug zu Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion, aber ein persönliches Anliegen von Elu und Johannes (Protestaktionen in Büchel/Eifel und Schreiben des Wikipedia-Artikel zum am 7.7.2017 von 122 UN-Staaten verabschiedeten Atomwaffenverbotsvertrag): Abzug statt Aufrüstung der Atomwaffen aus Deutschland! - Petition online unterschreiben oder Unterschriftenliste herunterladen.
  • Johannes weist auf seine Kommentare zur Flüchtlingspolitik, für Offenheit und Toleranz auf www.direktzurkanzlerin.de hin, z.B. die aktuelle Anfrage zur Nutzung bestehender Kapazitäten in der Jugendhilfe für Flüchtlinge besonders aus Italien. Sehen Sie mal in dieses Forum und bewerten oder kommentieren Anliegen an die Bundesregierung.